Unser Spitfire

Nicht nur Zweiräder haben es uns angetan. Durch unsere Mitgliedschaft bei den Oldtimerfreunden Meßkirch waren wir mehr oder weniger gezwungen auch ein passendes vierrädriges Gefährt anzuschaffen, wir wollten ja auch bei den Ausfahrten die bei schlechtem Wetter stattfinden dabei sein. Auf der Suche nach einem erschwinglichen Oldtimer der auch noch Spaß machen sollte stießen wir auf den Triumph Spitfire 1500.

Die erste Ausfahrt nach der Winterpause im Frühjahr 2005

Man sieht sie immer noch recht häufig auf Deutschlands Strassen, den Spitfire und seine "Brüder", was natürlich schön aber auch verwunderlich ist.

Noch vor wenigen Jahren wurde der Spitfire meistens als "billige Kiste", als "Studentencabrio" oder schlicht als "Englischer Schrotthaufen" bezeichnet, wobei die Fachpresse auch fleißig mitgespottet hatte!
Dabei waren meistens unwissende und unsensible Spitfirebesitzer schuld an diesem schlechten Ruf, den der Spitfire bis heute unberechtigterweise nicht ganz ablegen konnte.
Zum Glück fand der Spitfire dennoch genug Liebhaber um dieses einmalige Exemplar englischer Automobilbaukunst in ausreichender Stückzahl am Leben zu erhalten.
Mitte der 90er änderte sich der Ruf langsam, immer mehr hervorragend restaurierte Spitfire bevölkerten die Strassen und plötzlich trauten sich Spitfire- Fahrer auch auf Oldtimertreffen und anderen Oldtimer- Veranstaltungen. Außerdem erfreute sich ausgerechnet der früher am stärksten mißhandelte Spitfire- Bruder, der GT 6, einer stark wachsenden Fangemeinde. Langsam aber sicher hatten die Oldtimer- und Spitfireliebhaber begriffen, daß der "poor mens E- type" auch mit Dach ein sehr schönes Auto ist.

Leider fanden nur sehr wenige Spitfire der älteren Generation rechtzeitig eine pflegende Hand oder einen Restaurator, es sind fast nur Spitfire 1500 übrig geblieben. Beinahe unbekannt sind in Deutschland die Brüder des Spitfire, Herald und Vitesse.

Was macht den Spitfire mittlerweile so interessant?
Eine unglaublich lange Motorhaube, die wie bei einem Jaguar einschließlich der Kühlerpartie nach vorn geklappt werden kann. Dazu sportliche Sitze vor einem stilvollen Armaturenbrett, in dessen Zentrum natürlich ein Drehzahlmesser wohnt. Eine ungewöhnlich tiefe Sitzposition, die dem Fahrer das unverwechselbare Gefühl vermittelt, mit dem Hinterteil direkt über den Strassenbelag zu radieren. Ein keck geschwungenes Heck, unter dem sich sogar ein richtiger Kofferraum befindet. Ein Motor, der viel mehr Spaß bereitet als es die technischen Daten erwarten lassen. Ein Fahrwerk, das hart genug ist, um jede Zigarettenkippe auf der Straße spüren zu können. Und, das darf man nicht vergessen, günstige Kauf- und Ersatzteilpreise.  (Copyright - Webside des 1. Spitfireclubs in Deutschland.)